Der etwa 12 Kilometer lange Sebaldweg beginnt auf rund 1.200 Metern Höhe an der deutsch-österreichischen Staatsgrenze und ist von Wertach aus in etwa 45 Minuten bequem mit dem Bus erreichbar. Fahrpläne sowie kostenlose Parkmöglichkeiten stehen an der Tourist-Information in Wertach zur Verfügung. Bereits am Ausgangspunkt befindet sich die erste von insgesamt sechs Stelen. Die Route führt zunächst durch das idyllische Alpsteigtobel zur zweiten Stele und weiter zur kunstvoll renovierten Krummenbacher Kapelle, an der die dritte Stele steht. Im Anschluss verläuft der Weg durch Unterjoch und ein Stück entlang der Wertach zu den Sorgalpen I und II, die in den Sommermonaten von etwa Mai bis September bewirtschaftet sind. In Richtung Jungholz befindet sich die vierte Stele in unmittelbarer Nähe des Alpenhotels Pfeiffermühle, das sich für eine Einkehr anbietet. Unterhalb von Jungholz in Tirol führt der Weg weiter zur fünften Stele am sogenannten „Engen Plätt“. Nach der Rückkehr nach Wertach markiert die sechste und letzte Stele an der Starzlachbrücke den Abschluss des Themenwegs. Der Endpunkt liegt am Geburtshaus des Schriftstellers in der Grüntenseestraße 3.
Der Sebaldweg wurde dem Schriftsteller W. G. Sebald (1944–2001) gewidmet und am 13. November 2005 offiziell eröffnet. Der in Wertach geborene Autor zählt zu den bedeutenden deutschen Schriftstellern der Nachkriegszeit. Seine Werke wurden international rezipiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Entlang des Weges bieten sechs Stelen mit Auszügen aus seinem Werk „Schwindel. Gefühle.“ Einblicke in sein literarisches Schaffen – jeweils an Schauplätzen, die mit seinen Erzählungen in Verbindung stehen.