Staatssekretär Thomas Kreuzer zu Besuch in der Marktgemeinde Wertach
WERTACH. Im Rahmen eines Besuches in seiner Stimmkreisgemeinde Wertach machte Staatssekretär und Landtagsabgeordneter Thomas Kreuzer zunächst Station in der Grund- und Volksschule Wertach. Dort empfing ihn Schulleiter Norbert Bauer und andere Vertreter des Lehrerkollegiums. Fachvertreter aus dem Bereich Werken Textiles Gestalten (WTG) kritisierten die zu großen Gruppen und baten um Abhilfe. Im Allgemeinen wurde auch ein Zuviel an Verwaltungstätigkeiten bedauert. Kreuzer versprach eine Prüfung der Situation und Rückmeldung an die Schule. Momentan besuchen rund 90 Schüler die Grundschule in Wertach, wobei ein leichtes Sinken der Schülerzahlen zum kommenden Schuljahr zu erwarten ist.
Anschließend gab es eine längere Konferenz im Rathaus von Wertach.
Bürgermeister Eberhard Jehle formulierte zehn Ziele für die Gemeinde:
Sicherung einer verbrauchernahen Versorgung, Schaffung gesunder und
generationengerechter Wohnverhältnisse, Entwicklung sozialer und
kultureller Angebote für die Bevölkerung, Förderung des
Bildungswesens, des Sports, der Freizeit und der Erholung wie die
Gestaltung des Ortsbildes. Weitere Ziele sind: Ausbau der Wirtschaft,
Schaffung guter Wege mit klarer Orientierung und Barrierefreiheit,
Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, Erhaltung stabiler
Bevölkerungsstrukturen und Berücksichtigung des Umweltschutzes.
Bürgermeister Eberhard Jehle und Prof. Dr. Wolfram Ossenberg dankten
Herrn Staatssekretär Kreuzer für die Aufnahme der Gemeinde in das
Bayerische Städtebauförderungsprogramm vor einigen Jahren. Prof.
Ossenberg erklärte im weiteren Verlauf die Untersuchung der
Entwicklung der Marktgemeinde bei großem Geltungsbereich. Mängel
wurden an der Karte des Marktes Wertach aufgezeigt. Wesentliche Punkte
des Nutzungskonzepts sind: Wohnraumschaffung mit kurzen Wegen zum
Versorgungszentrum, die Bewahrung der Landwirtschaft, die
Vervollständigung des Gewerbegebietes und die Suche nach einem
Investor für das geplante Gesundheitszentrum. Dieter Kraus, Leiter des
Touristikbüros Wertach argumentierte mit 250.000 Übernachtungen pro
Jahr. Er propagierte die Barrierefreiheit und behindertengerechte
Gehwege. Des Weiteren fehle der Ausbau der Radwege und der anbindende
Lückenschluss an das Ostallgäu.
"Verdichtungsflächen sind grundsätzlich positiv, resümierte
Staatssekretär Kreuzer und verwies auf die Wichtigkeit des
Gesundheitszentrums in Anbetracht der historisch-demographischen
Entwicklung.
Auch die neuen Energien waren ein wichtiges Thema bei der Besprechung.
Wertach sucht dort sehr gute Lösungen für die Zukunft. Die
Gesprächspartner waren sich einig darüber, dass die genaue Planung vor
Ort sehr wichtig sei. Thomas Kreuzer sagte kommende Gespräche zu.
Geeignete Energieflächen sind in der Marktgemeinde schon ausgewiesen.
Dennoch appellierte Kreuzer dafür, das Allgäu auch für die
Landwirtschaft und den Tourismus zu erhalten.
Eine öffentliche Abendveranstaltung mit einem Bericht von Thomas
Kreuzer zur aktuellen Landespolitik sowie eine anschließende
Diskussion rundeten den Gemeindebesuch ab. Kreuzer sprach sich dabei
für die Abmilderung der sog. kalten Progression bei der
Einkommensteuer aus. Er lobte die Flexibilität vieler Wertacher, die
durch kombinierte Einkommen auf die sich verändernde Zeit reagieren. 



















