Maibaumaufstellen am 1. Mai![]() Der Brauch, am 1. Mai jeden Jahres einen Maibaum aufzustellen, stammt aus den benachbarten Alpengegenden und wird auch in Wertach gepflegt mehr... |
Wertacher Viehscheid
Alljährlich am 18. September (fällt dieser auf einen Sonntag, dann einen Tag später) findet der "Wertacher Viehscheid" statt. Er gilt als einer der ältesten Viehscheide. Seit jeher verbindet sich mit ihm auch ein großer Krämermarkt. Für die Wertacher selbst war der Viehscheid schon immer ein Festtag. Wenn das Vieh gut geälpt und wohlbehalten wieder in die heimatlichen Ställe zuückgekehrt war, traf man sich mit den Alphirten beim Bier. Meist klang der Viehscheid dann mit einem Heimatabend aus. Nachdem die Besucherzahlen zum Wertacher Viehscheid jährlich zunahmen, wurde im Jahr 1973 erstmals ein großes Festzelt für dieses Ereignis aufgestellt. Seither wird mit dem Viehscheid gleichzeitig ein Herbstfest verbunden. Schon vor dem 18. September werden jeweils im Festzelt große Unterhaltungsabende veranstaltet. Den Festzeltwirten ist es bisher immer gelungen, gute Musikkapellen mit bekannten und beliebten Künstlern dort auftreten zu lassen. Das Wertacher Herbstfest mit Viehscheid trägt dazu bei, dass Wertach alljährlich Mitte September noch einen großen Gästezustrom zu verzeichnen hat, so dass die Gästebetten oftmals knapp werden.
Höhepunkt ist und bleibt natürlich der Viehscheidtag selbst. Unzählige Scharen von Schaulustigen säumen in aller Frühe Wertachs Straßen, um den "Alpabtrieb" mitzuerleben. Von den 6 Wertacher Alpen: Sorg I Sorg II Reuterwannen - Alp Untere Bichler- Alp Schnitzlertal - Alp Vordere Kölle - Alp werden insgesamt ca. 750 Rinder und Kälber erwartet. Wenn der Alphirte die ihm anvertrauten Tiere gut durch den Bergsommer gebracht hat und kein Tier (z.B. durch Absturz, Steinschlag oder Blitzschlag) verloren ging, wird er mit einem Kranzstück geschmückt ins Tal ziehen. In früheren Jahren, als es noch vielfach "Melkalpen" gab, durfte die beste Milchkuh den Alpenkranz tragen. Heute sind die Alpen, mit Ausnahme der Vorderen Kölle-Alp, nur noch mit Jungvieh bestückt. Der Hirt sucht nun meist das schönste Tier für den Alpkranz aus. Für den Landwirt, dem das Kranztier gehört, bedeutet dies eine große Auszeichnung. Er wird sich mit einem entsprechend hohen Trinkgeld dafür beim Alphirten erkenntlich zeigen. Die Kosten für den Alpkranz belaufen sich auf etwa 75 Euro . Früher wurde er vom Alphirten oder dessen Frau mit viel Mühe und Kunstsinn selbst angefertigt. Heute wird er meist von der Alpgenossenschaft bei speziellen "Alpkranzerinnen" in Auftrag gegeben. Faszinierend ist beim Eintreffen des Alpviehs vor allem auch das volle, schöne Geläut. Man hört es schon von weitem. Jedes Tier trägt eine Schelle, das Kranztier manchmal auch noch eine Glocke. Jeder Alphirt setzt seinen ganzen Ehrgeiz ein, um zum Viehscheid möglichst viele Tiere mit ansprechenden, zum Teil wertvollen Schellen auszustatten. Eine schöne Schelle kostet derzeit ca. 200 Euro. Fast jeder Hirte ist selbst stolzer Besitzer solcher Prachtexemplare. Zum Viehscheid werden aber Schellen von überallher ausgeliehen, da der eigene Bestand für die vielen Tiere bei weitem nicht ausreicht. Tausende sind schon nach Wertach gekommen, um den "Viehscheid" zu erleben und waren davon begeistert. Man muss ganz einfach einmal dabei gewesen sein beim Wertacher Viehscheid!
Klausentreiben
Jedes Jahr, Anfang Dezember, findet zwischen Rathaus und Sennerei eine Nikolausfeier mit traditionellem Klausentreiben statt.
|
Fasching
|
"Bojazzl" |
weitere Bilder
Großer Faschingswurm in Wertach:
Jedes Jahr veranstaltet der Faschingsverein Wertach e. V. seine traditionellen Faschingsumzüge am Faschingssonntag und am Faschingsdienstag jeweils um 14 Uhr. Der Gaudiwurm beginnt am Gasthof Engel und schlängelt sich durch die Straßen des kleinen Marktfleckens.
Der jetzige Faschingsverein wurde übrigens im Jahr 1971 gegründet. Der Ursprung der historischen Trommlergruppe geht sogar bis bis auf den „30-jährigen Krieg“ (1618 – 1648) zurück!
|
"Trommler" |
Faschingsverein Wertach mehr...
Funken

Funkenfeuer
Das Funkenfeuer, ursprünglich einmal ein heidnischer Kult zur Vertreibung des unliebsamen, strengen und eiskalten Winters, hat sich im Allgäuer Raum bis zum heutigen Tag als traditionelles Brauchtum erhalten. Kaum ist die "Fasnacht" vorbei, so beginnen die Vorbereitungen für den alljährlichen stattfindenden Funken am "Funkensonntag", so nennen die Allgäuer den 1. Fastensonntag.
Schon Wochen und Monate vorher wurden Holzvorräte gesammelt. Zum Funkensonntag werden sie dann an den für den Funken bestimmten Platz gebracht und zu einem großen Haufen aufgeschichtet, je höher der Funken, umso besser. In die Mitte des Haufens steckt man nun eine lange Holzstange, an deren Ende die "Funkenhex" befestigt wird. Diese aus Stroh gefertigte und mit alten, bunten Kleidungsstücken ausstaffierte Puppe ist meist recht gaudig anzuschauen. Sobald es dunkel wird, so gegen 19 Uhr, wird dann der Funken mit brennenden Fackeln entzündet. Vor dem Funken hat sich mittlerweile eine ansehnliche Menschenschar angesammelt und Lachen und Fröhlichkeit geben den Ton an. Das Funkenfeuer wird langsam größer und größer. Nun beweist sich die Kunst der Funkenbauer, je länger der Funken braucht, um ganz abzubrennen, desto besser wurde er gestapelt. Mit der Vernichtung der "Funkenhex" ist dann der Höhepunkt erreicht und die meisten Schaulustigen begeben sich auf den Heimweg. Zuhause wird dann meist mit heißem Glühwein und frischgebackenen "Funkenküchle" weitergefeiert (Rezept liegt bei).
Rezept für Funkenküchle auch Pfosen genannt:
Zutaten:
1/8 l Milch, 500 g, Mehl, 40 g Hefe, 80 g Zucker, 70 g Butter, 2 Eier, 1 Prise Salz und ein wenig Zucker zum Bestreuen der fertigen Küchle.
Zubereitung:
Man läßt die Hefe in ein wenig lauwarmer Milch gehen, gibt sie dann mitten in das mit dem Zucker vermischte Mehl und läßt den Teig ca. 30 Min. gehen; dann kommen Butter, Eier und die übriggebliebene Milch sowie die Prise Salz dazu. Man verknetet alles gut miteinander bis der Teig Blasen wirft. Nun läßt man ihn nochmals eine Stunde gehen und schneidet dann große, ovale Stücke ab, die man auf ein mit Mehl bestreutes Brett setzt und wieder eine halbe Stunde gehen läßt. Sodann zeiht man den Teig unter ständigem Drehen von der Mitte her nach außen, so daß sich außen ein starker Rand bildet, das runde Innenfeld aber hauchdünn wird. Die Küchle müssen sofort im schwimmenden Fett herausgebacken und noch heiß mit Zucker bestreut werden.
GUTEN APPETIT!!
Original Allgäuer Schalenggen - Rennen
Alljährlich findet das traditionelle Hörnerschlittenrennen am Buronlift in Wertach statt.
Seit 1982 gehört Wertach zu den traditionellen Ausrichtern von „Schalenggenrennen“. Zahlreiche Schlitten werden wieder zum Original Allgäuer Schalenggenrennen am Buronlift Wertach erwartet. Kostenlose Parkplätze beim Buronlift und Grüntenseecamping.
Nähere Infos erteilen gerne die Buronlifte unter Tel. 08365 70 35 36,
www.buron-skilifte.de. Den aktuellen Termin finden Sie in unserem Veranstaltungskalender mehr...























